Ratgeber · Stand: September 2026

Windows Server 2016: Den Umstieg jetzt planen.

Am 12. Januar 2027 endet der erweiterte Support für Windows Server 2016. Danach gibt es keine kostenlosen Sicherheitsupdates mehr. Weil auf dem Server meist Dateiablage, Benutzerverwaltung und Branchensoftware laufen, braucht der Umstieg Vorlauf. Hier lesen Sie, was zu tun ist.

Was das Supportende bedeutet

Der Server läuft nach dem 12. Januar 2027 weiter. Neu entdeckte Sicherheitslücken schließt Microsoft dann aber nur noch für Kunden, die kostenpflichtige erweiterte Sicherheitsupdates erwerben, die Extended Security Updates, kurz ESU. Ein Server ohne Updates ist besonders riskant, weil dort meist die wichtigsten Daten des Betriebs liegen und alle Arbeitsplätze auf ihn zugreifen.

Auch die Hersteller von Branchensoftware stellen die Unterstützung für veraltete Server nach und nach ein. Neue Programmversionen setzen dann ein aktuelles Betriebssystem voraus.

Welche Programme außerdem betroffen sind

Auf älteren Servern laufen oft weitere Microsoft-Produkte, deren Support ebenfalls endet oder bereits beendet ist:

  • SQL Server 2016, die Datenbank vieler Branchenprogramme: kostenlose Sicherheitsupdates nur bis 14.07.2026
  • Exchange Server 2016 und 2019 für E-Mail im eigenen Haus: Support seit dem 14.10.2025 beendet
  • Office 2016 und 2019 auf den Arbeitsplätzen: Support seit dem 14.10.2025 beendet

Prüfen Sie deshalb nicht nur das Betriebssystem des Servers, sondern auch die Programme, die darauf laufen.

Welche Wege es gibt

Welcher Weg passt, hängt vor allem von Ihren Programmen ab:

  • Ein neuer Server mit aktuellem Windows Server, passend dimensioniert und oft mit Virtualisierung.
  • Dienste in die Cloud verlagern, etwa E-Mail, Kalender und Dateiablage nach Microsoft 365.
  • Eine Kombination: Branchensoftware auf einem neuen Server im Haus, E-Mail und Dateien in Microsoft 365.
  • Übergang mit ESU für Systeme, die sich nicht rechtzeitig umstellen lassen. ESU gibt es nur über bestimmte Lizenzprogramme, etwa Volumenlizenzverträge oder Microsoft-Partner, und nur mit Sicherheitsupdates.

Schritt für Schritt

So planen Sie den Umstieg.

01

Bestandsaufnahme

Welche Server laufen noch mit Windows Server 2016 oder älter, und welche Dienste und Programme hängen daran?

02

Hersteller fragen

Klären Sie mit den Herstellern Ihrer Branchensoftware, welche Serverversion künftig vorausgesetzt wird.

03

Ziel festlegen

Neuer Server, Cloud oder beides, passend zu Programmen, Budget und Datensicherung.

04

Umzug planen

Den Umzug in ruhigen Zeiten einplanen, vorher alle Daten sichern und danach prüfen, ob alles wie gewohnt läuft.

Häufige Fragen

Häufige Fragen zum Supportende von Windows Server 2016.

Läuft der Server nach dem Supportende einfach weiter?

Ja. Er erhält aber keine kostenlosen Sicherheitsupdates mehr. Neu entdeckte Lücken bleiben offen, und gerade ein Server mit allen Daten des Betriebs ist ein lohnendes Ziel für Angreifer.

Wie viel Vorlauf braucht ein Serverwechsel?

Das hängt von der Zahl der Programme und Arbeitsplätze ab. Planen Sie lieber einige Monate ein, denn oft müssen Hersteller eingebunden und Termine für den Umzug abgestimmt werden.

Können wir auf einen eigenen Server ganz verzichten?

Oft zum Teil. E-Mail, Kalender und Dateiablage lassen sich in Microsoft 365 betreiben. Manche Branchenprogramme brauchen aber weiterhin einen Server im Haus oder beim Hersteller. Mehr zu Microsoft 365

Wie hilft hcsystem beim Umstieg?

In einer kostenlosen Bestandsaufnahme sehen wir uns Ihre Server und die Programme darauf an. Danach erhalten Sie einen Vorschlag und ein Angebot. Den Umzug übernehmen wir, und auf Wunsch betreuen wir den neuen Server laufend. Mehr zu Server-Lösungen

Nächster Schritt

Noch Windows Server 2016 im Einsatz?

In einer kostenlosen Bestandsaufnahme prüfen wir Ihre Server und die Programme darauf und schlagen Ihnen einen Weg für den Umstieg vor.