Bestandsaufnahme
Welche virtuellen Server laufen, welche Programme und Lizenzen hängen daran, und wann endet Ihr VMware-Vertrag?
Ratgeber · Stand: Oktober 2026
Seit Broadcom VMware Ende 2023 übernommen hat, gibt es die Virtualisierungssoftware nur noch im Abonnement. Für viele kleine Betriebe ist das deutlich teurer als bisher, und wer bei seiner alten Dauerlizenz bleibt, erhält ohne Supportvertrag keine regulären Updates mehr. Hier lesen Sie, welche Wege es gibt und wie ein Umstieg auf Proxmox VE oder Hyper-V abläuft.
Broadcom hat VMware im November 2023 übernommen und kurz darauf das Angebot umgebaut. Im Dezember 2023 hat Broadcom den Verkauf von Dauerlizenzen eingestellt, und Supportverträge für bestehende Dauerlizenzen lassen sich seitdem nicht mehr verlängern. Stattdessen gibt es nur noch Abonnements mit fester Laufzeit.
Zu kaufen gibt es im Wesentlichen nur noch die großen Pakete VMware Cloud Foundation und vSphere Foundation. Die früheren Einstiegspakete für kleine Betriebe hat Broadcom eingestellt. Abgerechnet wird pro Prozessorkern, mindestens 16 Kerne pro Prozessor. Eine im Frühjahr 2025 an Händler verschickte Vorgabe von mindestens 72 Kernen wurde nach Kritik zurückgenommen.
Für viele kleine Betriebe kostet VMware dadurch bei der nächsten Verlängerung deutlich mehr als bisher.
Eine gekaufte Dauerlizenz läuft weiter, auch wenn der Supportvertrag endet. Ihre Server schalten sich nicht ab. Ohne gültigen Vertrag erhalten Sie aber keinen Herstellersupport, keine neuen Versionen und keine regulären Updates mehr.
Dazu kommt das Supportende der Versionen selbst:
Ein Virtualisierungsserver ohne Updates ist besonders riskant, denn auf ihm laufen alle virtuellen Server Ihres Betriebs. Gelingt Angreifern dort ein Einbruch, sind auf einen Schlag alle betroffen.
Welcher Weg passt, hängt von Ihren Programmen, Ihren vorhandenen Lizenzen und Ihrem Budget ab:
Die Lizenzen für Ihre virtuellen Windows-Server brauchen Sie auf jeder Plattform, auch unter Proxmox VE. Ein Umstieg spart also vor allem die Kosten für VMware selbst.
Wir sichern mit Acronis, und das funktioniert auf beiden Plattformen. Für Proxmox VE bietet Acronis seit 2025 eine Sicherung an, für die in den virtuellen Servern nichts installiert werden muss.
Der Umzug auf eine andere Plattform ist gut planbar, wenn einige Punkte vorher geklärt sind:
Proxmox VE kann einen importierten Server schon starten, während die Daten noch kopiert werden. Das hält die Unterbrechung kurz. Für Hyper-V werden die virtuellen Festplatten in das Format von Microsoft umgewandelt.
Schritt für Schritt
Welche virtuellen Server laufen, welche Programme und Lizenzen hängen daran, und wann endet Ihr VMware-Vertrag?
Proxmox VE, Hyper-V oder ein VMware-Abonnement: Kosten vergleichen und die Hersteller Ihrer Branchensoftware fragen.
Zuerst einen weniger wichtigen Server umziehen und prüfen, ob Programme, Lizenzen und Datensicherung laufen.
Die übrigen Server abends oder am Wochenende umziehen, vorher alles sichern und danach jeden Dienst prüfen.
Häufige Fragen
Ja. Eine gekaufte Dauerlizenz läuft weiter, Ihre Server schalten sich nicht ab. Sie erhalten aber keinen Herstellersupport, keine neuen Versionen und keine regulären Updates mehr.
Ja, seit April 2025 bietet Broadcom ESXi 8 wieder kostenlos an. Gedacht ist diese Fassung aber vor allem für Tests und Schulungen.
Die Software ist quelloffen und ohne Lizenzgebühren nutzbar, alle Funktionen sind enthalten. Ein Abonnement beim Hersteller ist optional. Es bringt Herstellersupport und besonders geprüfte Updates und wird pro Prozessor abgerechnet.
Laufen bei Ihnen vor allem Windows-Server und haben Sie ohnehin Windows-Server-Lizenzen, liegt Hyper-V nahe. Proxmox VE eignet sich gut für gemischte Umgebungen mit Windows und Linux und verursacht für den Virtualisierungsserver selbst keine Lizenzkosten. Welche Plattform passt, klären wir in der kostenlosen Bestandsaufnahme.
Das hängt von der Zahl und Größe der virtuellen Server ab. Den eigentlichen Umzug legen wir auf Abende oder Wochenenden, damit Ihr Team möglichst wenig davon merkt.
In einer kostenlosen Bestandsaufnahme sehen wir uns Ihre VMware-Umgebung an und vergleichen mit Ihnen die Wege. Den Umzug zu Proxmox VE oder Hyper-V übernehmen wir als Projekt nach Aufwand, danach betreuen wir Ihre Server auf Wunsch laufend. Mehr zu Server-Lösungen
Quellen
Stand: Oktober 2026. Die Angaben stammen von den Herstellern und aus der Fachpresse:
Nächster Schritt
In einer kostenlosen Bestandsaufnahme sehen wir uns Ihre VMware-Umgebung an und zeigen Ihnen, ob sich ein Umstieg auf Proxmox VE oder Hyper-V für Sie lohnt.